5 Mythen zum Thema Wohnraumlüftung

5 Mythen zum Thema Wohnraumlüftung

Frische Luft
Foto: Syda Productions - stock.adobe.com

Rund um das Thema Wohnraumlüftung gibt es zahlreiche Gerüchte, Irrtümer und Halbwahrheiten. Wir klären die häufigsten auf:

Mythos 1: Fenster dürfen nicht geöffnet werden

Sehr hartnäckig hält sich der Irrtum, dass mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung die Fenster nicht geöffnet werden dürfen.

Richtig ist, dass oftmals gar kein Bedürfnis besteht, ein Fenster zu öffnen. Denn mit einer Wohnraumlüftungsanlage werden die Wohnräume permanent mit frischer Außenluft versorgt. Zusätzlich gelangt überschüssige Feuchtigkeit kontrolliert nach außen. Das heißt man kann lüften, muss aber nicht.

Wenn sich Wohnräume bei einer längeren Hitzewelle zu stark aufheizen, kann es sogar sinnvoll sein, in der Nacht bzw am frühen Morgen die Fenster lange offen zu lassen. Da es zu dieser Tageszeit deutlich kühler ist, werden die Wärmespeicher im Haus (zB Möbel, Wände, Böden) gekühlt.

Mythos 2: Es staubt

Dass eine Wohnraumlüftung für ein erhöhtes Staubaufkommen sorgt, ist ebenfalls ein weit verbreiteter Irrtum.

Die Außenluft wird durch Grob- und Feinfilter geleitet, bevor sie in die Wohnräume gelangt. Somit ist die zugeführte Frischluft staubfreier, als bei herkömmlicher Fensterlüftung.

Bestehender Hausstaub wird nicht, wie oftmals vermutet, vermehrt aufgewirbelt. Das Gegenteil ist der Fall. Der Strömungseffekt ist mit einer Wohnraumlüftung wesentlich geringer als bei Fensterlüftung.

Mythos 3: Es zieht

Wenn die Wohnraumlüftungsanlage richtig ausgelegt und fachmännisch installiert ist, kommt es zu keinen Zugerscheinungen. Da die zugeführte Frischluft auch bei kalten Außentemperaturen annähernd Raumtemperatur hat, sind Zugerscheinungen weitgehend ausgeschlossen. Der Luftstrom ist nur unmittelbar am Ventil wahrnehmbar.

Mythos 4: Luft wird trocken

Da kalte Luft wenig Feuchtigkeit aufnehmen kann, ist diese trockener als warme Luft. Wenn ausreichend gelüftet wird, ist die Feuchtigkeit in der Raumluft im Winter daher geringer als im Sommer. Es macht dabei keinen Unterschied ob der Luftaustausch durch Fensterlüftung oder durch eine kontrollierte Wohnraumlüftung erfolgt.

Um einer zu trockenen Raumluft vorzubeugen, empfiehlt sich der Einsatz von Wohnraumlüftungsanlagen mit Feuchterückgewinnung. Zusätzlich kann die Lüftung im Winter etwas zurückgedrosselt oder der Boden feuchter gewischt werden.

Mythos 5: Ist ein Stromfresser

Die Angst, dass Wohnraumlüftungen die Stromrechnung in die Höhe treiben, ist bei näherem Hinschauen unbegründet. Wohnraumlüftungsanlagen sind auf maximale Effizienz ausgerichtet und arbeiten mit Wärmerückgewinnung.

Die Wärme der Abluft wird zur Vorwärmung der Frischluft genützt. Damit ist es möglich, minus 10 Grad Celsius kalte Außenluft auf rund 17 Grad Celsius zu erwärmen. Ganz ohne zusätzliche Energiezufuhr.

Im Gegensatz dazu gelangt bei herkömmlicher Fensterlüftung die warme Raumluft ungenutzt ins Freie. Zusätzlich dringt kalte Luft ein, die sich erst langsam aufwärmt.

Die Energiebilanz ist daher bei Wohnraumlüftungsanlagen besser als bei Fensterlüftung.

Fakten zur Wohnraumlüftung

  • Im Vergleich zur herkömmlichen Fensterlüftung entsteht bei einer Wohnraumlüftung weniger Staub.
  • Zugerscheinungen sind bei einer fachmännischen Ausführung ausgeschlossen.
  • Die Energiebilanz fällt deutlich besser aus als bei herkömmlicher Lüftung.
  • Geöffnete Fenster haben keinen negativen Einfluss auf die Wohnraumlüftung.
  • Die trockenere Raumluft im Winter hängt mit dem Luftaustausch an sich zusammen. Wenn ausreichend gelüftet wird, tritt dieses Phänomen auch bei Fensterlüftung auf.

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